|
Hint
|
Answer
|
|
Ich saz ûf einem steine,
|
Ich saß auf einem Stein,
|
|
dô dahte ich bein mit beine,
|
dabei deckte ich Bein mit Bein,
|
|
dar ûf sazte ich mîn ellenbogen,
|
darauf setzte ich meinen Ellenbogen
|
|
ich hete in mîne hant gesmogen
|
ich hatte in meine Hand geschmiegt
|
|
daz kinne und ein mîn wange,
|
das Kinn und eine meiner Wangen,
|
|
dô dâhte ich mir vil ange,
|
dabei dachte ich sehr lange darüber nach,
|
|
wie man zer welte solte leben,
|
wie man auf der Welt leben sollte,
|
|
deheinen rât kunde ich mir gegeben,
|
keinen Rat konnte ich mir geben,
|
|
wie man driu dinc erwurbe,
|
wie man drei Dinge erwürbe,
|
|
der deheinez niht verdurbe:
|
von denen keines verdürbe:
|
|
diu zwei sint êre und varnde guot,
|
zwei davon sind Ehre und bewegliche Habe,
|
|
der ietwederz dem andern schaden tuot,
|
von denen jedwedes dem andern Schaden zufügt
|
|
daz dritte ist gotes hulde,
|
das dritte ist Gottes Huld
|
|
der zweier übergulde.
|
welche die zwei an Geltung übertrifft.
|
|
die wolde ich gern in einen schrîn.
|
Diese wollte ich gerne in einen Schrein.
|
|
jâ, leider desn mac niht gesîn,
|
Ja, leider, das kann nicht sein,
|
|
daz guot und weltlich êre
|
dass Gut und weltliche Ehre
|
|
und gotes hulde mêre
|
und Gottes Huld noch dazu
|
|
in einen schrîn mügen komen.
|
in einen Schrein kommen können.
|
|
stîge und wege sint in genomen:
|
Stege und Wege sind ihnen verwehrt:
|
|
untriuwe ist in der sâze,
|
Untreue lauert im Hinterhalt
|
|
gewalt ist ûf der strâze,
|
Gewalt herrscht auf der Straße,
|
|
fride unde reht sint beidiu wunt.
|
Friede und Recht sind beide wund.
|
|
diu driu enhabent geleitest niht
|
Diese drei haben kein freies Geleit,
|
|
diu zwei enwerden ê gesunt.
|
ehe diese zwei nicht gesund werden.
|