Wahlen 2026 in Deutschland
Publiziert am 16. Februar 2026
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- Kommunalwahlen in Bayern am 08.03.2026
- Landtagswahl in Baden-Württemberg am 08.03.2026
- Kommunalwahlen in Hessen am 15.03.2026
- Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22.03.2026
- Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 06.09.2026
- Kommunalwahlen in Niedersachsen am 13.09.2026
- Abgeordnetenhaus-Wahl in Berlin am 20.09.2026
- Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20.09.2026
Kommunalwahlen in Bayern am 08.03.2026
Alle 6 Jahre finden in Bayern Kommunalwahlen statt. In diesem Jahr ist es somit das 16. Mal seit 1946, dass in 2.056 Gemeinden und kreisfreien Städten neue Stadt- und Gemeinderäte sowie (Ober)bürgermeister und Landräte gewählt werden. Zusätzlich dazu gibt es in den 71 Landkreisen des Freistaats auch noch Kreistagswahlen.
Wahlberechtigt sind in Bayern alle deutschen Staatsangehörigen und EU-Bürger, die mind. 18 Jahre alt sind und seit mind. 2 Monaten dort leben.
Ausgefüllt werden bis zu 4 Stimmzettel, jeweils einer für die Wahl des (Ober)bürgermeisters, des Landrats, der Gemeinde- oder Stadtratsmitglieder und der Kreisräte. Für die beiden Erstgenannten hat jeder Wähler jeweils eine Stimme. Bei der Wahl der Gemeinde-, Stadt- und Kreisräte hat jeder so viele Stimmen wie es Räte in der jeweiligen Gemeinde/Stadt bzw. im jeweiligen Landkreis gibt. Gibt es in der Stadt bspw. 6 Stadträte, hat man insgesamt 6 Stimmen, die man auf bis zu 6 Kandidaten verteilen kann. Den Kandidaten kann man dabei 1, 2 oder sogar 3 Stimmen geben.
Bei den letzten Kommunalwahlen 2020, eine Woche vor dem ersten Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie, lag die Wahlbeteiligung bei 58,8% und damit 4 Prozentpunkte höher als bei den Wahlen 6 Jahre zuvor.
Während die CSU und die SPD bei den Stadtrats- und Kreistagswahlen hohe Verluste einfuhren, konnten die Grünen und die AfD ihre Ergebnisse deutlich verbessern.
Es wurden insgesamt 24 Oberbürgermeister (12x SPD, 11x CSU, 1x FDP) und 64 Landräte (50x CSU, 8x Freie Wähler, 1x SPD, 1x Grüne, 4x Sonstige) gewählt.
In der aktuellsten Umfrage, die vor allem für die nächste Landtagswahl 2028 relevant ist, kommt die CSU auf 39%. Zweitstärkste Kraft wäre die AfD mit 19%, dahinter folgen die Grünen (13%), Freie Wähler (9%) und die SPD (8%).
Landtagswahl in Baden-Württemberg am 08.03.2026
In Baden-Württemberg wird in diesem Jahr zum 18. Mal ein neuer Landtag gewählt. Bei der Wahl, die alle 5 Jahre stattfindet, gibt es 2026 erstmals eine Zweitstimme wie bei Bundestagswahlen. Ziehen über die Erststimmen weniger Abgeordnete für eine Partei in den Landtag als ihr über die Zweitstimmen zusteht, wird über deren Landesliste aufgefüllt.
Gewählt wird in 70 Wahlkreisen. Dabei gilt die 5%-Hürde und ein Mindestwahlalter von 16 Jahren.
Bei der Landtagswahl 2021 wurden die Grünen mit 32,6% (+2,3 zur vorherigen Wahl) stärkste Kraft. Dahinter folgten die CDU (-2,9), die SPD (-1,7), die FDP (+2,2) und die AfD (-5,4).
Winfried Kretschmann (Grüne) wurde als Ministerpräsident wiedergewählt.
Die Wahlbeteiligung lag bei 63,8%.
In der neuesten Umfrage von infratest dimap von Oktober 2025 liegt die CDU mit 29% vorn. Deutlich steigern würde sich die AfD mit 21%. Mit deutlichen Verlusten auf dem 3. Platz landen die Grünen (20%). Die SPD kommt auf 10%, die Linke auf 7% und die FDP sowie alle anderen Parteien auf 5%.
Kommunalwahlen in Hessen am 15.03.2026
Eine Woche nach Bayern und Baden-Württemberg wählt auch Hessen. Die Kommunalwahlen finden hier alle 5 Jahre statt. 4,7 Millionen Wahlberechtigte können für 421 Gemeindevertretungen und 21 Kreistage ihre Stimmen abgeben. Wählen darf, wer seit mind. 3 Monaten in Hessen wohnt und mind. 18 Jahre alt ist.
Für die Wahl der Stadt- und Kreisräte gelten die gleichen Regeln wie in Bayern - es gibt genauso viele Stimmen wie es Sitze gibt, man kann einem Kandidaten bis zu 3 Stimmen geben (Kumulieren) und man kann seine Stimmen auf Kandidaten aus verschiedenen Parteien verteilen (Panaschieren).
Bei den Wahlen 2021 konnten die Grünen ein deutliches Plus von 7,1 Prozentpunkten einfahren, während die SPD und die AfD herbe Verluste hinnehmen mussten.
Eine Wahlumfrage von INSA vom 09.10.2025, die vor allem für die nächste Landtagswahl 2028 interessant ist, sieht die CDU mit 32% vorne. Es folgen die AfD mit 20%, die SPD mit 15%, die Grünen mit 12% und die Linke mit 7%. Würde es bei Kommunalwahlen eine 5%-Hürde geben, würde die FDP mit 4% scheitern.
Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22.03.2026
Auch in Rheinland-Pfalz findet dieses Jahr eine Landtagswahl statt. 5 Jahre nach der letzten Wahl wird 2026 in Rheinland-Pfalz der insgesamt 19. Landtag bestimmt.
Wahlberechtigt sind hier alle deutschen Staatsangehörigen, die mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens 3 Monaten in Rheinland-Pfalz wohnen. Jeder Wähler hat 2 Stimmen, die Erststimme für einen Direktkandidaten des eigenen Wahlkreises und die Zweitstimme für eine Partei. In Rhein-land-Pfalz gibt es 52 Wahlkreise.
Bei der Landtagswahl 2021 wurde die SPD mit 35,7% stärkste Kraft, die CDU musste sich mit 27,7% und dem zweiten Platz begnügen. Dahinter folgten die Grünen, die AfD, die FDP und die Freien Wähler. Die Linke verpasste den Einzug in den Landtag.
Malu Dreyer (SPD) wurde als Ministerpräsidentin wiedergewählt und trat am 19.06.2024 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Amt zurück. Nachfolger wurde Alexander Schweitzer (SPD), der zum damaligen Zeitpunkt noch Arbeitsminister war.
In der neuesten Umfrage von infratest dimap von Januar 2026 liegt die CDU mit 29% vorn. Die SPD wäre mit 26% nur noch zweitstärkste Kraft. Die AfD käme mit 18% auf Platz 3. Dahinter folgen die Grünen mit 10%, die Linke mit 6% und die Freien Wähler mit 4%. Alle sonstigen Parteien erreichen zusammen 7%.
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 06.09.2026
Am 06.09.2026 findet in Sachsen-Anhalt zum 9. Mal eine Landtagswahl statt. Gewählt wird, wie 5 Jahre zuvor, in 41 Wahlkreisen.
In Sachsen-Anhalt muss man ebenfalls seit mindestens 3 Monaten wohnen und das 18. Lebensjahr vollendet haben, um wählen zu dürfen. Ebenso hat jeder Wähler mit der Erststimme für einen Direkt-kandidaten und der Zweitstimme für eine Partei insgesamt 2 Stimmen.
2021 gewann die CDU die Landtagswahl mit einem Ergebnis von 37,1%. Platz 2 ging mit 20,8% an die AfD. Deutlich schlechtere Ergebnisse fuhren die Linke mit 11%, die SPD mit 8,4%, die FDP mit 6,4% und die Grünen mit 5,9% ein, wobei die beiden Letztgenannten sich gegenüber 2016 sogar leicht steigern konnten.
Der wiedergewählte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) tratt am 27.01.2026 von seinem Amt zurück. Sein Nachfolger wurde Sven Schulze (CDU), bisheriger Wirtschaftsminister.
Bei der neuesten Umfrage von INSA von Januar 2026 liegt die AfD mit 39% vorn. Die CDU müsste mit nur noch 26% deutliche Verluste hinnehmen. Die Linke bleibt bei 11%. Die SPD mit 8% und das BSW mit 6% würden auch in den Landtag einziehen. Grüne und FDP würden wie alle sonstigen Parteien an der 5%-Hürde scheitern.
Kommunalwahlen in Niedersachsen am 13.09.2026
Kommunalwahlen finden in diesem Jahr auch in Niedersachsen statt - zum 21. Mal seit 1948.
Gewählt werden Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte, Stadtbezirksräte, Ortsräte, Landräte und Bürgermeister. In Hannover wird auch die Regionsversammlung gewählt.
Wahlberechtigt sind deutsche Staatsangehörige und EU-Bürger, die seit mindestens 3 Monaten in Niedersachsen leben und mindestens 16 Jahre alt sind.
Für jede Wahl (Kreistag, Gemeinderat, usw.) bekommt man jeweils einen eigenen Stimmzettel. Pro Stimmzettel hat jeder Wähler 3 Stimmen. Die Stimmen können dabei auf einen oder mehrere Kandidaten bzw. auf eine oder mehrere Listen verteilt werden.
Bei den Kommunalwahlen 2021 konnten sich die Kandidaten der CDU mit 31,7% den höchsten Stimmenanteil sichern. Knapp dahinter landete die SPD mit 30%. Auch die Grünen erreichten mit 15,9% ein zweistelliges Ergebnis. Mit deutlichem Abstand einstellig war die FDP mit 6,5% und die sog. Wählergruppe (WG, eine Vereinigung ohne den Status einer politischen Partei) mit 5,6%.
In der aktuellsten Umfrage von Infratest dimap, die vor allem für die nächste Landtagswahl 2027 Relevanz hat, sind CDU und SPD mit jeweils 26% gleichauf. Es folgen die AfD mit 20%, die Grünen mit 12% und die Linke mit 6%. BSW (3%), FDP (3%) und alle sonstigen Parteien (insgesamt 4%) würden an der 5%-Hürde scheitern.
Abgeordnetenhaus-Wahl in Berlin am 20.09.2026
Am 20.09.2026 findet in Berlin zum 20. Mal eine Abgeordnetenhaus-Wahl statt. Diese Wahl gibt es eigentlich alle 5 Jahre. Wegen Unregelmäßigkeiten 2021 gab es im Jahr 2023 eine Wiederholung. Zeitgleich zur Abgeordnetenhaus-Wahl finden in Berlin auch noch Wahlen zu Bezirksverordneten-versammlungen (BVV) statt.
Bei der Abgeordnetenhaus-Wahl sind deutsche Staatsangehörige, die mindestens 16 Jahre alt sind und seit mindestens 3 Monaten in Berlin wohnen, wahlberechtigt. Jeder Wähler hat 2 Stimmen, die Erststimme für den Direktkandidaten des Wahlkreises und die Zweitstimme für eine Partei.
Bei den Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen dürfen nicht nur deutsche Staatsbürger ab 16 Jahren abstimmen, sondern auch EU-Bürger. Jeder Wähler hat eine Stimme, die er einer Partei oder einer Wählergemeinschaft geben kann.
Bei der Wiederholungswahl 2023 verlor die SPD den Status als stärkste Kraft während die CDU deutliche Zuwächse generieren konnte. Die FDP rutschte unter 5% und flog nachträglich wieder aus dem Abgeordnetenhaus raus.
Nach einer Wahlumfrage von Civey vom 26.01.2026 würde die SPD weiter abrutschen und nur noch auf einen Stimmenanteil von 15% kommen. Auch die CDU (22%) und die Grünen (17%) würden Stimmen verlieren. Zuwächse würde es hingegen bei der Linke (17%) und bei der AfD (16%) geben. Die FDP bleibt gemeinsam mit dem BSW (beide 3%) unter der 5%-Hürde.
Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20.09.2026
In Mecklenburg-Vorpommern wird ebenfalls am 20.09.2026 gewählt. In 36 Wahlkreisen wird der insgesamt 9. Landtag bestimmt.
Wählen darf hier jeder deutsche Staatsangehörige, der mindestens 16 Jahre alt ist und seit mindestens 37 Tagen in Mecklenburg-Vorpommern wohnt. Jeder Wähler hat 2 Stimmen, die Erststimme für den Direktkandidaten des Wahlkreises und die Zweitstimme für eine Partei.
Die Landtagswahl 2021 konnte die SPD mit einem Ergebnis von 39,6% deutlich für sich entscheiden. Zweitstärkste Kraft wurde die AfD mit 16,7%. Die CDU kam auf 13,3%, die Linke auf 9,9%, die Grünen auf 6,3% und die FDP auf 5,8%.
Manuela Schwesig (SPD) wurde als Ministerpräsidentin wiedergewählt.
In der neuesten Umfrage von Infratest dimap liegt die AfD mit 35% der Stimmen vorn. Für die SPD wäre ein Wahlergebnis von 25% eine herbe Niederlage. Die CDU käme auf 13% und die Linke auf 12%. Während das BSW mit 6% den Einzug in den Landtag schaffen würde, würden die Grünen mit nur 4% aus selbigem rausfliegen. Die FDP wird nur unter Sonstige aufgeführt.