Warum Bremen eine Reise wert ist
Publiziert am 30. September 2025
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Ein paar Fakten zum Start
Bremen hat 586.000 Einwohner und liegt im Bundesland, Überraschung, Bremen. Sie ist die zehntgrößte Stadt Deutschlands und die zweitgrößte Norddeutschlands. Bremen liegt inmitten Niedersachsens an der Weser.
Eine Reise nach Bremen
Dieses fast 130 Jahre alte Museum vereinigt Natur, Völker und Handel. Zu sehen sind alle Kontinente in Bezug auf Tiere, Kultur und Globalisierung. Vor allem durch die Bremen-spezifischen Ausstellungen ist dieses faszinierende Haus ein passender Start für eine Bremen-Reise.
Von der Schlachte zum Dom und zurück
Nach einem kulturellen Erlebnis wollen wir nun auch etwas erleben. Dazu eignet sich natürlich die Bremer Innenstadt. Zentrum dieser: Der Marktplatz. Nirgendwo in Bremen findet man so viele Highlights, wie auf und um den Marktplatz.
Heraus stechen aber die beiden UNESCO-Weltkulturerbe - der Bremer Roland und das Rathaus. 2004 - nicht nur deshalb ein besonderes Jahr in Bremen - wurden beide ernannt. Der Roland ist mit über 10 Metern die größte freistehende Statue des deutschen Mittelalters. Der Roland symbolisiert die Marktfreiheit, die Bremen bereits seit Jahrhunderten vertritt. Um den Roland und das Rathaus herum entdeckt man nicht nur wunderschöne Gebäude der Weserrenaissance, sondern auch die Bremer Bürgerschaft und den Dom. Diese Kulisse lädt uns zum gemütlichen Kaffee trinken ein. Dies passt auch wunderbar zur Bremer Kultur, denn Bremen gilt als eine der Kaffeehauptstädte Deutschlands.
Nun führt uns der Weg vorbei am Schütting durch die Böttcherstraße. Wollten wir doch eigentlich auf dem schnellsten Weg zur Weser, hält uns der Charme der Böttcherstraße ein wenig auf.
Die Böttcherstraße ist eine beliebte Sehenswürdigkeit im Herzen der Stadt. Die kleinen Läden beherbergen Cafés, winzige Mode-Shops, Manufakturen un vieles mehr. In der Bremer Bonbon-Manufaktur besorgen wir uns nun schnell noch originale Bremer Babbeler und lauschen dem imposanten Glockenspiel.
Nun erreichen wir doch noch unser eigentliches Ziel, die Schlachte - ein echter Geheimtipp, wobei, so geheim ist dieser auch nicht mehr, trotzdem lohnt sich ein Besuch, vor allem in den Abendstunden.
Durch´s Viertel zum Osterdeich
Unser zweiter Tag startet mit einer Straßenbahnfahrt in das Viertel. Ja, das Gebiet rund um den Sielwall heißt wirklich nur "Viertel". Norddeutsche bringen es eben gerne auf den Punkt. Das Viertel ist ein wirklich toller Ort. Nirgendwo kann man die Bremer Kultur so gut erleben, wie dort. Shoppen, Ausgehen, Erleben - das Viertel ist der perfekte Ort für einen schönen freien Tag.
Die "Wunder" vom Osterdeich
Bremen und Werder, Werder und Bremen, das gehört einfach zusammen. Selten in Deutschland ist ein Fußballverein so sehr verwurzelt mit der Stadt. Das Weserstadion, die Heimat vom SV Werder Bremen ist ein wahrer Traum für Fußballromantiker. Daher darf der Besuch eines Bundesliga-Spiels im Weserstadion auf unserer Reise nicht fehlen. Wir sind begeistert von der Atmosphäre bei einem Flutlichtspiel.
Der Name Werder bedeutet übrigens so viel wie Flussinsel. Auf einer solchen, gegenüber des Weserstadions, wurde Werder Bremen 1899 gegründet. Seit dem wurden sie 4-mal Deutscher Meister, 6-mal Pokalsieger und einmal Sieger des Europapokals der Pokalsieger. Heute ist Werder auf Platz 3 der ewigen Bundesliga-Tabelle und die Partie gegen Bayern München ist die am häufigsten ausgetragene der gesamten Bundesliga. In der langen Vereinshistorie entstanden bemerkenswerte Momente, wie die Wunder von der Weser oder der Double-Gewinn 2004.
Und noch so viel mehr ...
An unserem dritten Tag in Bremen wollen wir die Dinge sehen, die nicht so bekannt sind, wie Roland, Schlachte und Weserstadion. Wir fahren nach Bremen-Nord!
Bremen-Nord ist ein besonderer Bezirk. Die Bewohner dort sind keine Bremer, es sind Bremen-Norder. Fahren sie in die Bremer City, geht´s nach Bremen, obwohl man schon in Bremen ist. Daher zeichnet sich der nördlichste Bremer Stadtbezirk durch eine schöne Eigenständigkeit aus. Und auch einen Rekord gibt es hier, genauer gesagt in Vegesack. Der Vegesacker Hafen ist der älteste, künstlich angelegte, Hafen Deutschlands. Von dort aus laufen wir zu Fuß durch den Stadtgarten und die Vegesacker Fußgängerzone, das Zentrum von Bremen-Nord. Und noch einen Rekordhalter besuchen wir hier.
Im Bremen-Norder Ort Rekum steht der größte freistehende Bunker Deutschlands und europaweit auf Rang 2 - der U-Boot-Bunker Valentin. Er wurde im 2. Weltkrieg als U-Boot-Werft errichtet.
Grün mitten in der Stadt
Über 2 Kilometer ziehen sich die Bremer Wallanlagen. Bis zu 300 Meter breit ist die langgezogene Parkanlage inmitten der Stadt. Wahrzeichen der Wallanlagen - die Mühle am Wall.
Etwas weiter außerhalb, aber immer noch nur 1,5 Kilometer von der Innenstadt entfernt, finden wir den Bürgerpark.
Der Bürgerpark ist ein 1,7km² großer Park und der bekannteste und beliebteste der Hansestadt. Auch uns fesseln die tollen Wäldchen, Seen und Denkmäler. Nach einer Stärkung am Emmasee besichtigen wir das Tiergehege im Bürgerpark und die Meierei. Stundenlang könnten wir diese gleichzeitige Stille und Hektik genießen, aber für uns geht es Morgen weiter.
Entlang der Weser
Wie so oft prägt auch in Bremen der durchfließende Fluss die Stadt. Über die gesamte Länge der Stadt fließt die Weser, welche in Bremerhaven in die Nordsee mündet. Zwischen Bremen-Mitte und Bremen-Nord entwickelte sich ein deutschlandweit bedeutender Hafen. Dieser Hafen ist vor allem bekannt für den Stahl- und Bierexport, durch die in Bremen ansässigen Giganten ihrer Branche. Gegenüber des Industriehafen befindet sich der Neustädter Hafen. Dieser dient hauptsächlich dem größten Güterverkehrszentrum Deutschlands - dem GVZ Bremen.
Südlich des Seehafens entsteht heute die Überseestadt - mit 300 Hektar Fläche eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in Europa. In der südlichen Überseestadt entdecken wir den Weser Tower, das höchste Hochhaus in Bremen.
Die Kleine Weser wird später zum Werdersee. Einer der beliebtesten Seen Bremens, dem auch wir einen Besuch abstatten. Beim Entspannen am Werdersee fällt uns ein, dass wir eine der Haupt-Sehenswürdigkeiten der Stadt bei der ganzen Faszinierung um Bürgerpark und Roland vergessen haben. Schnell packen wir unsere Sachen zusammen und radeln in die Innenstadt. Das geht in Bremen übrigend besonders gut, ist Bremen doch eine der fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands.
Zuerst können wir den Weg zum Schnoor gar nicht entdekcken, ist dieser doch versteckt zwischen zwei Häusern, aber der Weg hat sich gelohnt. Uns erwartet der Schnoor, das wohl schönste Viertel Bremens. Schnoor kommt aus dem Niederdeutschen und bedeutet Schnur, da die Häuschen wie Perlen auf einer Schnur aufgereiht sind. Aufgereiht wurden diese Häuser bereits im frühen 15. Jahrhundert von meist Seeleuten. Jahrhunderte alte, winzige Gebäude, stehen an kopfsteingepflasterten Gassen. Der Schnoor lädt uns ein zum Bummeln und Kaffee trinken. Auch wenn sich der Schnoor mitten in der Innenstadt befindet, herrscht dort doch ein ganz anderer Ton. Diese Atmosphäre dort erinnert und viel mehr an Landleben, aber ohne die Langeweile. Zweifelsohne eines unserer Highlights auf unserer Bremen-Reise.
Etwas entspanntes zum Schluss
Zum Abschluss unserer Reise tut uns etwas Entspanntes sicherlich gut. Daher planen wir einen Ausflug zum Universitätsgelände zum "Universum", einer der beliebtesten Ausstellungshäuser Bremens.
So entspannend ist der Besuch im Universum aber gar nicht. Uns erwarteten aufregende Experimente, wie ein Erdbebensimulator. Das Universum ist in die Bereiche Natur, Technik und Mensch aufgeteilt, in jedem dieser Bereiche erlebt man Experimente, Wissensvermittlung und interaktive Ausstellungsstücke.
Bilder:
butenunbinnen.de
wikipedia.org
emma-am-see.de
weserstadion.de
Danke!
... für das Lesen meines ersten Blogs! Sehr gerne kannst du kommentieren, falls es dir gefallen hat.