Zufällige deutsche Städte - Facts #2
Publiziert am 31. Juli 2025
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Willkommen zurück!
Heute gibt es den zweiten Teil meiner kleinen Blogserie über deutsche Groß- und Mittelstädte.
Ich habe mir mal wieder zwei zufällige deutsche Orte mit mehr als 20.000 Einwohnern generieren lassen. Um zu sehen, welche diesmal drankommen, scrollt einfach weiter.
Stadt 1
Unsere erste Stadt für heute ist der Platz 162 in der Wikipedia-Liste mit allen deutschen Groß- und Mittelstädten.
Baden-Baden ist eine Stadt mit 56.881 Einwohnern im westlichen Teil Baden-Württembergs. Baden-Baden ist die kleinste kreisfreie Stadt Baden-Württembergs ... wobei, sorry, in Baden-Württemberg heißen kreisfreie Städte ja "Stadtkreise". Egal, Baden-Baden ist jedenfalls der (mit Abstand) kleinste Stadtkreis in Baden-Württemberg und liegt in der Liste der größten Städte des Bundeslandes auch nur auf Platz 22. Baden-Baden wird komplett vom Landkreis Rastatt umschlossen. Dessen Kreisstadt (Rastatt) ist mit 50.741 etwas kleiner als Baden-Baden.
Bekannt ist Baden-Baden vor allem für seinen Namen, weshalb wir jetzt auch erst einmal klären werden, woher dieser stammt. Der Ortsname kommt im Grunde daher, das es in Baden-Baden eine Heilquelle gibt, also ein Bad. Die Römer nannten die Stadt dementsprechend schlicht "Aquae" (Bad, Quelle, Wasser). Der Name "Baden" (so hieß die Stadt im Mittelalter) übertrug sich auch auf die Burg Hohenbaden, nach der später die Markgrafschaft Baden benannt wurde. Diese wurde im 19. Jahrhundert zum Großherzogtum. Das heißt: Auch der Name des heutigen Landes Baden-Württemberg hat seinen Ursprung im Namen der Stadt Baden-Baden. Weil es aber noch andere Städte namens Baden gab, brauchte man häufig eine Abgrenzung. So nannte man das heutige Baden-Baden beispielsweise "Baden bei Rastatt" oder "Baden in Baden". Die katholische Markgrafschaft Baden trennte sich im Jahre 1535 von ihrem protestantischen Pendant Baden-Durlach, sie wurde fortan Baden-Baden genannt. Als sich die beiden Markgrafschaften im Jahr 1771 wieder vereinigten, übertrug sich der Doppelname auf die Stadt, welche seit 1931 offiziell so heißt.
Baden-Baden wurde als Teil der elf bedeutendsten Kurstädte Europas im Jahr 2021 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen. Wen es interessiert, hier die zehn anderen Städte: Spa (Belgien), Vichy (Frankreich), Bath (Vereinigtes Königreich), Montecatini Terme (Italien), Baden (Österreich), Karlovy Vary, Františkovy Lázně und Mariánské Lázně (Tschechien), Bad Ems und Bad Kissingen (Deutschland).
Bekannt ist Baden-Baden auch als Kunst- und Festspielstandort. Mit 2500 Zuschauerplätzen ist das Festspielhaus Baden-Baden das größte Opernhaus in Deutschland und eines der größten in Europa. Daneben existieren auch das Theater Baden-Baden und das Kurhaus Baden-Baden, in welchem regelmäßig verschiedenste Veranstaltungen stattfinden. Dort befindet sich auch das bekannte Baden-Badener Casino.
Interessant: Die OSG Baden-Baden ist deutscher Mannschafts-Rekordmeister im Schach.
Stadt 2
Als nächstes suchte sich der Zufallsgenerator die Nummer 463 aus.
Grimma ist mit 27.529 Einwohnern die größte Stadt des Landkreises Leipzig in Sachsen. Leipzig an sich ist kreisfrei. Die Kreisstadt des Landkreises Leipzig ist nicht Grimma, sondern Borna, die drittgrößte Stadt des Landkreises, noch hinter Markkleeberg, Leipzigs größtem Nachbarort. Durch zahlreiche Eingemeindungen ist Grimma die flächenmäßig viertgrößte Gemeinde in Sachsen (hinter den drei Großstädten Dresden, Leipzig und Chemnitz) und liegt im bundesweiten Vergleich auf Platz 73.
Grimma liegt an der Mulde, ein 147 km langer Fluss, der ca. 10 km südöstlich von Grimma aus dem Zusammenfluss der Zwickauer Mulde und der Freiberger Mulde gebildet wird. Die Mulde mündet in Dessau-Roßlau in die Elbe. Beim Hochwasser 2002 trat die Mulde über die Ufer und beschädigte viele Gebäude in der Altstadt von Grimma. Bekanntheit erlangten Grimma und die Mulde jüngst durch einen Bundeswehrhubschrauber, der hier in den Fluss stürzte und zwei Menschen mit in den Tod riss. Dies geschah am 29. Juli 2025, zwei Tage vor der Veröffentlichung dieses Blogs.
Im Wikipedia-Artikel von Grimma findet sich noch eine lange Liste von Sehenswürdigkeiten der Stadt, von denen einige jetzt noch vorgestellt werden:
- Die Pöppelmannbrücke über die Mulde, die beim bereits erwähnten Hochwasser im Jahr 2002 teilweise einstürzte. In den Jahren 2009-2012 wurde sie wieder aufgebaut.
- Die 80 Meter lange Hängebrücke über die Mulde, die als längste Hängeseilbrücke Sachsens gilt. Sie feierte im Jahr 2024 ihr hundertjähriges Bestehen.
- Das Rathaus, dessen Grundzüge noch aus dem Jahr 1442 stammen.
- Das Schloss Grimma. Die Kapelle wurde 1218 erstmals erwähnt.
- Ganz, ganz viele Kirchen.