Zufällige deutsche Städte - Facts #3
Publiziert am 3. Oktober 2025
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Es ist mal wieder an der Zeit
Heute gibt es Teil 3 meiner Blog-Serie. Wer sie noch nicht kennt: Ich lasse mir zwei zufällige Städte aus der Wikipedia-Liste mit allen deutschen Groß- und Mittelstädten generieren und erzähle euch dann einige Fakten über diese.
Viel Spaß mit dem dritten Teil!
Stadt 1
Erste Stadt für heute ist die Nummer 676 in der Liste.
Bruchköbel ist eine Stadt im Main-Kinzig-Kreis in Hessen. Sie ist mit aktuell 20.509 Einwohnern nur knapp eine Mittelstadt, sie erreichte diese Bevölkerungszahl im Jahr 1998. Der Main-Kinzig-Kreis ist der einwohnerstärkste im ganzen Bundesland und Bruchköbel ist eine von 5 Mittelstädten, die sich hier befinden. Bald werden es nur noch 4 sein, denn die mit Abstand größte Stadt des Landkreises, Hanau, welches auch mit 98.000 Einwohnern auch fast eine Großstadt ist, wird zum Anfang des Jahres 2026 zur kreisfreien Stadt erhoben. Dann wird Maintal die größte Stadt sein, gefolgt von der Barbarossastadt Gelnhausen, die die Kreisstadt des Kreises darstellt. Die fünfte und kleinste Mittelstadt ist Nidderau mit 20.119 Einwohnern.
Bis auf Gelnhausen liegen alle gerade genannten Städte im äußersten Westen des auch flächenmäßig durchaus stattlichen Landkreises. Das liegt an der Nähe zur fünftgrößten Stadt Deutschlands, Frankfurt, welche sogar direkt an Maintal grenzt. Bruchköbel liegt rund 18 km Luftlinie vom Frankfurter Stadtzentrum entfernt.
In Anbetracht meines Benutzernamens konnte ich den "Trompeterstein" nicht unerwähnt lassen. Er ist in der Bruchköbeler Innenstadt zu finden. Einer Legende nach steht er dort zum Gedenken an einen Trompeter, der die Einwohner der Stadt im Jahr 1634 vor einem Feuer warnte und dabei starb.
Bruchköbel hat auch viel an historischen Gebäuden zu bieten. Sehenswert sind das Alte Rathaus, der Turm der Jakobuskirche und eine Vielzahl an alten Fachwerkhäusern.
Stadt 2
Der Zufallsgenerator entschied sich als nächstes für die Nummer 130.
Dinslaken ist eine Stadt am Niederrhein im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen. Der Kreis liegt in einem extrem dicht besiedelten Gebiet und ist nach Einwohnern der sechstgrößte Kreis in Nordrhein-Westfalen und der zehntgrößte in Deutschland (einschließlich der Region Hannover). Dinslaken liegt am Ostrand des Kreises und grenzt mit Bottrop, Oberhausen und Duisburg an gleich drei Großstädte. Zählt man die Einwohner von allen Dinslakener Nachbarorten zusammen, kommt man auf mehr als 900.000 Menschen, die Hälfte davon in Duisburg. Im Kreis Wesel ist Dinslaken die zweitgrößte Stadt, hinter Moers und vor der Kreisstadt Wesel.
Dinslaken ist seit dem Jahr 1540 eine Hansestadt. Als offizieller Beiname wird der Begriff "Hansestadt" hier zwar nicht mehr benutzt, Dinslaken ist allerdings im Jahr 2023 der sogenannten "Rheinischen Hanse" beigetreten, einem Verbund von Hansestädten am Rhein. Die anderen Mitgliedsstädte sind übrigens Neuss, Wesel, Rees, Kalkar und Emmerich am Rhein. Doch das war noch nicht alles: Auch im Städtebund "Die Hanse", der früher auch "Neue Hanse" (auch kein besonders kreativer Name) genannt wurde, ist Dinslaken seit 2022 Mitglied. Er umfasst rund 200 Städte in 15 Ländern, über ganz Nordeuropa verteilt. Sie veranstalten einmal jährlich den "Internationalen Hansetag" mit einem vielfältigen Programm. Der jüngste Internationale Hansetag fand im Juni 2025 im schwedischen Visby statt. Der nächste ist für 2026 in der polnischen Stadt Stargard geplant.
Noch bis ins 19. Jahrhundert war Dinslaken mit kaum 1.500 Einwohnern recht unbedeutend. Erst durch die Industrialisierung wuchs die Einwohnerzahl und Dinslaken wurde um 1920 zur Mittelstadt. Um die Jahrtausendwende hatte die Stadt zwischenzeitlich über 70.000 Einwohner, bevor die Bevölkerungszahl wieder abfiel.